Das lokale Rechenzentrum und die Cloud

09.08.2016

Der Markt des Cloud Computings wächst, doch als Betreiber eines regionalen Rechenzentrums merkt man davon derzeit nicht viel. Sicher kündigt gelegentlich ein Kunde, weil er seine Infrastruktur komplett in die Cloud migriert, doch das ist eher die seltene Ausnahme. Häufiger dagegen erweitern Kunden ihre Infrastruktur in die Cloud und produzieren damit ein Gebilde, welches im Fachjargon Hybrid-Cloud genannt wird. Doch trotz all dieser Entwicklungen wachsen Dienstleister regionaler Rechenzentren derzeit in der Regel zweistellig. Der Grund sind vor allem lokale Kunden, die Ihre Infrastruktur nicht mehr in der klimatisieren Besenkammer sehen wollen, sondern diese gerne in die Hände eines professionellen Dienstleisters geben. Nahezu hunderprozentige Verfügbarkeit der IT Infrastruktur ist heute eine Standard Forderung in jedem mittelständischen Unternehmen. Doch um dies zu erreichen benötigt es einiges an Infrastruktur: Neben redundanter USV und Klimaanlage sind auch Zutrittskontrolle und ein Notstromaggregat, vor allem aber ein 24h Monitoring Voraussetzung. All dies kostet nicht nur viel Geld, sondern ist in vielen Bürogebäuden mit vertretbarem Aufwand nicht realisierbar. Auch die Kosten des 24h Monitorings mit einer Bereitschaft, die im Fehlerfall schnell und kompetent eingreifen kann, sind für wenige Serverschränke einfach zu hoch und damit unwirtschaftlich. Dazu kommt, dass die Glasfaser Anbindung an das Rechenzentrum in den letzen Jahren deutlich preiswerter geworden ist. Und wenn das Rechenzentrum dann auch noch einen günstigen Standort hat, den man sogar zu Fuß in wenigen Minuten erreichen kann, gibt es kaum noch Argumente die Server Infrastruktur im Unternehmen zu lassen. n@work profitiert aktuell sehr von seinen drei Rechenzentren an zentralen Standorten in Hamburg. Wir sind sicher, die Ära des lokalen Rechenzentrums hat gerade erst begonnen.

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