Tschüs Frankfurt!

29.10.2015

n@work hat seit Anfang Oktober den DECIX Frankfurt verlassen und ist damit nur noch am DECIX Hamburg vertreten.

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir könnten uns den Exchange in Frankfurt weiterhin leisten, auch wenn er bei unserer genutzten Bandbreite inzwischen teurer ist als Upstream, aber wir wollen einfach nicht mehr.


Standort Hamburg stärken


Wir verstehen uns heute als regionaler ISP der die Metropolregion Hamburg mit Internet Dienstleistungen beliefert. Einen überregionalen Backbone wollen wir nicht mehr betreiben. Die weiter steigenden Bandbreiten erfordern regionalen Datenaustausch. Welchen Sinn aber ergibt ein regionaler Austauschpunkt in Hamburg, wenn alle angeschlossenen Netzwerke auch in Frankfurt sind und letzteren Standort präferieren? Wir wollen mit unserem Schritt den Austauschpunkt in Hamburg und damit auch den Internet Standort Hamburg stärken. Der von n@work am DECIX Hamburg ausgetauschte Datenverkehr hat sich seit der Abschaltung des Ports in Frankfurt mehr als verdoppelt.

DDos Protection


Die Abwehr von Denial of Service Angriffen ist zunehmend wichtig geworden. Dies ist aber an einem großen Exchange wie Frankfurt mit sehr vielen direkten Peerings kein leichtes Unterfangen. Wir können nun viel schneller und effektiver auf derartige Angriffe reagieren.


BND und NSA


Kurz nach der Snowden Affäre ist bekannt geworden, dass der BND seit Jahren am DECIX Frankfurt Daten ausspäht und diese mit anderen Nachrichtendiensten austauscht. Diese Informationen kommen nur scheibchenweise an die Öffentlichkeit, das DECIX Management legt bis heute nicht das gesamte Ausmaß der Überwachung offen. Gleichzeitig hält die Bundesregierung an den Plänen zu einer massiven Ausweitung dieser Überwachung in Frankfurt fest. Wir halten es daher für geboten die sensiblen Daten unserer Kunden dieser Überwachung nicht vorsätzlich zuzuführen.

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