30 Jahre n@work – Der workIX

USV Incolocate

In den frühen Jahren des Internets war Peering von zentraler Bedeutung. Upstream-Kapazitäten waren extrem teuer, und jeder Traffic, den man kostenneutral mit anderen Providern austauschen konnte, bedeutete echte Einsparungen. Deshalb waren wir zeitweise sogar gleichzeitig am DE-CIX in Frankfurt und am INXS in München angeschlossen – trotz der hohen Kosten für die Leitungen von Hamburg aus.

In Hamburg hatte POP Point of Presence mit dem INX-HH den ersten kostenpflichtigen Internet-Austauschpunkt gestartet. Als POP an Cable & Wireless verkauft wurde und der Austauschpunkt umziehen sollte, sahen wir eine große Chance. Wir gründeten 2002 den workIX – den ersten kostenfreien Internet-Austauschpunkt in Hamburg.

Der workIX entstand direkt bei Incolocate in der Wendenstraße, wo ohnehin schon viele Carrier und ISPs vertreten waren. Wir stellten zwei größere Cisco-Switches bereit, und andere Provider konnten sich unkompliziert anschließen. Anfangs wurde überwiegend mit 100-Mbit-Ports gepeert, nur die größeren Provider nutzten bereits Gigabit.

Ab 2006 stieg der Bedarf nach 10-Gigabit-Ports deutlich an. Die notwendigen Switches waren damals noch sehr teuer. Da wir den workIX nie als eigenes Geschäftsmodell gesehen hatten, übergaben wir ihn 2007 an den DE-CIX. Damit wurde der workIX zum ersten Standort des DE-CIX außerhalb Frankfurts und wertete unser Rechenzentrum in der Wendenstraße erheblich auf. Bis heute betreibt der DE-CIX diese wichtige Infrastruktur dort.